Armut

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Aachen gehört zu den ärmsten Regionen Deutschlands!!!

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln liegt hier nicht nur das Einkommen der Menschen deutlich unter dem Bundesschnitt, sondern auch die Kaufkraft. Bundesweit liegt die Städteregion bei der „Kaufkraftarmut“ laut IW an zwölftletzter Stelle. In NRw die mit der 5t höchsten Armutsquote

 Quelle: Hier & Hier

Der letzte Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands hat das selbe Ergebnis:

Circa jedes 4. Aachener Kind lebt in Armut!!!

10.000 Kinder, und deren Familien sind Empfänger von sozialen Transferleistungen, Wohngeld oder Kinderzuschlag. Dazu kommen noch viele Kinder, deren Eltern im Niedriglohnsektor oder prekär beschäftigt sind und deren Einkommen nur knapp über der Grenze der sozialen Sicherungen liegt. In Aachen-Nord ist sogar beinahe jedes zweite Kind zwischen 0 und 15 Jahren Empfänger von Sozialgeld.

Quelle: Hier

Weitere Zahlen:

  • 2018: 19,0% der Menschen in Städteregion sind arm
  • Transferleistungsempfänger:innen: 29 858  (11% der Bevölkerung)  Tendenz steigend
  • Wohnungssuchende Familien von gefördertem Wohnraum: 3487
  • Tendenz 2035: 10.000
  • Armut ist räumlich konzentriert:

 Zitiert aus dem Sozialentwicklungsplan der Stadt Aachen 2020 :

Die Verteilung der Transferleistungsempfänger*innen im SGB II innerhalb der Stadt Aachen verdeutlicht die soziale Spaltung und die Segregationstendenzen
innerhalb des Stadtgebietes. Armutsgefährdung ist damit nicht gleich über die einzelnen Stadtviertel verteilt, sondern konzentriert sich deutlich. Damit gilt
auch, dass nicht alle städtischen Teilräume in ähnlicher Weise von den rückläufigen Zahlen bei den Bedarfsgemeinschaften und der Anzahl von Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II profitieren. Im Gegenteil: Kleinräumig betrachtet verfestigt sich Armut in manchen Gebieten sogar.

Es zeigt sich ein deutlicher räumlicher Konzentrationsprozess in Aachen in Teilen der Quartiere Ost/Rothe Erde, Aachen-Nord, Forst und Preuswald.

Bedarfsgemeinschaften: Die zehn höchsten Quoten beim Indikator „Anteil der Bedarfsgemeinschaften an allen Haushalten“ konzentrieren sich allesamt in den Quartieren Ost/Rothe Erde, Aachen-Nord, Preuswald und Forst/Driescher Hof. Die gesamtstädtische Quote liegt bei diesem Indikator bei etwa 9,0%.

Mindestsicherung: Die Spannweite bei Betrachtung der Lebensraumebene liegt bei 32,7 Prozentpunkten. Panneschopp hat mit 33,6% die höchste, die Soers mit 0,9% die niedrigste Mindestsicherungsquote. Wie bei der Einzelbetrachtung der SGB-II-Quoten zeigt die Mindestsicherungsquote die deutliche Armutskonzentration in den
Quartieren Ost/Rothe Erde, Nord, Forst/Driescher Hof und Preuswald

Altersarmut: In Aachen bezogen im Jahr 2018 3.147 Personen Grundsicherung im Alter und
haben dabei die Altersgrenze erreicht.110 Das heißt, bei dieser Gruppe kann von
der älteren auf Transferleistungen angewiesenen Bevölkerung ausgegangen
werden. Bezogen auf die Altersgruppe der über 64-Jährigen erhielten etwa
6,8% Grundsicherung im Alter. Dieser Prozentwert erreicht bei Weitem nicht
die Dimensionen wie beispielsweise im Bereich der Kinderarmut. Allerdings: Die
Quote hat sich in den vergangenen Jahren leicht erhöht. 2007 lag der Prozentwert noch bei 5,3, im Jahr 2013 bei 6,4%. Die absolute Anzahl der Personen
ist von 2.358 (2007) auf 3.147 (2018) gestiegen. Damit gewinnt Altersarmut
statistisch gesehen an Bedeutung. Zudem erklärt sich äquivalent zum Gesamttrend bei der Grundsicherungsstatistik, dass die Dunkelziffer entsprechend nicht
eingeschätzt werden kann und von höheren Bedürftigkeitsdimensionen ausgegangen werden muss.

Auf die Lebensräume bezogen ragen hier – wie auch bei den anderen Indikatoren zur Armut – mehrheitlich Räume in den Quartieren Ost/Rothe Erde, Nord,
Forst und Preuswald heraus. Werden die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten 55 Jahre und älter auf die entsprechende erwerbsfähige Bevölkerung über
54 Jahre bezogen, zeigt sich, dass die höchsten Quoten in den Lebensräumen
Scheibenstr./Eifelstr. (35,2%), Panneschopp (31,8%) und Adalbertsteinweg
(29,0%) liegen. Hier ist also etwa ein Drittel der 55- bis 64-Jährigen von Leistungen im SGB II abhängig. Weitere höhere Quoten sind in den Bereichen Suermondtviertel/Gasborn, Kaiserplatz/Rehmviertel, Untere Jülicher Str., Ponttor und
auch Driescher Hof zu verzeichnen. Die östliche Innenstadt erweist sich damit
beim SGB XII als ein Schwerpunktraum der aktuellen und zukünftig zu erwartenden Altersarmut.

Kinderarmut: Im Jahr 2018 bezogen in Aachen 5.980 Kinder unter 15 Jahren Sozialgeld. Das
sind etwa ein Fünftel aller Kinder unter 15 Jahren in Aachen. Dieser Wert entspricht dabei durchaus den Befunden in anderen Großstädten NRWs bzw. dem
landesweiten Durchschnittswert. Nichts desto trotz erreicht diese Quote ein
deutlich höheres numerisches Niveau als beispielsweise die allg. SGB-II-Quote
der erwerbsfähigen Bevölkerung oder die Arbeitslosenquote.

Die Entwicklung der Kinderarmut verlief dabei nicht geradlinig. Nach 2007 sanken die Zahlen bis 2011 zunächst auf ein Tief von 5.854 und eine Quote von 20,2%, stiegen dann
im weiteren Verlauf auf über 6.000 Kinder, um 2018 schließlich wieder knapp unter 6.000 Kinder zu fallen.

Wie beim Thema Armut und Bedürftigkeit insgesamt, zeigt sich auch bei der
Kinderarmut eine deutliche räumliche Ausdifferenzierung auf Lebensraumebene. Die überdurchschnittliche Betroffenheit bestimmter Räume, die bereits bei den vorangegangenen Indikatoren deutlich zu erkennen waren, ist auch hier kennzeichnend. So zeigen sich stark überdurchschnittliche Sozialgeldquoten vor
allem in den benachteiligten Lebensräumen, in denen sich Transferleistungsbezug insgesamt konzentriert und ein Wohnungsmarkt mit einem höheren Anteil
von Mieten im unteren Preissegment vorherrscht.

Besonders auffällig sind der Lebensraum Preuswald, große Teile von
Ost/Rothe Erde, das derzeitige Soziale Stadt-Gebiet Aachen-Nord sowie Altforst,
Schönforst und der Driescher Hof. Die höchste Quote erreicht Panneschopp mit
54%, wobei sich die Quote hier im Vergleich zu 2007 sogar noch um 2,6 Prozentpunkte erhöht hat. Hier ist mehr als jedes zweite Kind von Armut bedroht.
In diesen Lebensräumen wirken die oben beschriebenen Quartierseffekte und
es ist von einer verfestigten Armut (in Bezug auf die zu betrachtenden Räume)
auszugehen, die einen Großteil des sozialen Umfeldes prägt.122 Auf der anderen
Seite ist in Quartieren wie Panneschopp fast jedes oder mehr als jedes zweite
Kind nicht von Sozialgeld abhängig, was nochmals aufzeigt, dass bei all den
zu beobachtenden Konzentrationsprozessen eine sozio-ökonomische Durchmischung zu beobachten ist, die auch als Chance verstanden werden kann.

Arbeit

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Arbeitslose 2019: 17.809

Aus dem Sozialentwicklungsplan der Stadt Aachen 2020:

Die Entwicklung der Arbeitslosenquote (SGB II und SGB III) ist in Aachen in deutlichem Maße positiv einzuschätzen. Die Gesamtquote ist von 2007 bis 2018 von 10,8 auf 7,0% gesunken. Die Quote im SGB III (Arbeitslosengeld I) bewegt sich dabei im genannten Zeitverlauf stets um den Wert 2,0%, während die Arbeitslosenquote im SGB II deutlich von 8,7 auf 5,2% gesunken ist. Im Vergleichsjahr 2018 liegt die absolute Zahl der Arbeitslosen zudem zum ersten Mal unter 10.000. Im Jahr 2007 wurden noch fast 13.000 Arbeitslose in Aachen
gezählt. Etwa 7.000 Arbeitslose sind dabei dem Arbeitslosengeld II und folglich dem SGB II zuzuordnen, die restlichen Personen erhalten Arbeitslosengeld I
(SGB III) .

Größte Arbeitgeber:

  • RWTH: 10.000 Arbeitsplätze
  • Continental: 1300
  • Aachener Verlagsgesellschaft
  • Lambertz
  • Zentis
  • Generali
  • Lindt
  •  Grünenthal
  • FEV GmbH
  • Tourismus

Quelle: HIER

Menschen mit Migrationshintergrund

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Aus dem statistischen Jahrbuch der Stadt Aachen 2016:

2016: 36,5 % der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund

HIer könnt ihr sehen, wie viele Menschen verschiedener Nationalitäten in Aachen wohnen:

Migrantische Selbstorganisation:

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Dies sind die einzigen migrantischen Kulturvereine, die eine Online-Präsenz haben und von sich selbst schreiben, dass sie sich für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft einsetzen.

Afrika Forum Aachen

  • ihre Webiste: https://www.afrika-forum-aachen.de/impressum/
  • Afrika-Forum-Aachen e. V.
    Triererstr. 139
    52078 Aachen
  • Telefon: 015202026386
    E-Mail: info@afrika-forum-aachen.de
  • Zitat: Afrikanische MitbürgerInnen erhalten die Gelegenheit sich zu vernetzen, um sich gegenseitig besser kennenzulernen, sowie sich zu unterstützen bei der Integration in die deutsche Gesellschaft.

Kurdisches Volkshaus Aachen

  • Ihre Webiste: https://kurdischesvolkshaus-ac.de/
  • Lesen und Übersetzen von amtlicher Post z.B. im Asylverfahren, von Behörden oder Versorgungseinrichtungen
  • Begleitung bei Behördengänge, vom Sozialamt über Gesundheitsamt bis Schulamt und Jugendamt, Polizei, usw.
  • Klärende Telefonate bei Problemen mit z.B. Vermietern, Nachbarn, Immobilienmaklern, Wohnungsämtern, Arbeitgebern, Rechtsanwälte, Lehrern, Sozialarbeitern, usw.
  • Nötigenfalls Bereitstellung von Dolmetscher*in bei Ämtern, Arztbesuchen usw.

Förderung der Gleichberechtigung auf allen Ebenen:

  • Der Verein unterstützt die Gleichberechtigung und Gleichstellung aller Bevölkerungsgruppen. Der Verein fördert die faktische Gleichstellung von Frauen und Menschen divesen Geschlechts und setzt sich für die Beseitigung von bestehenden Nachteilen ein. In diesem Zusammenhang organisiert der Verein Veranstaltungen und Projekte, die sich gegen die Diskriminierung und Gewalt richten. Der Verein unterstützt insbesonere Frauen bei der Selbstorganisation und Selbstbestimmung.

  • Volkshaus-Aachen-Halkevi (Türkisches Volkshaus e.V.)

  • Adresse: Friedrichstraße 6, 52070 Aachen
  • Telefon: 0241 99030306
  • „Beratungs- und Begegnungsort für Austausch von Information, Erfahrung, Meinung u.a. zum Thema – Integration und interkulturelles Zusammenleben – Sprachkurse in Deutsch, Türkisch, Persisch, Arabisch… – Alltagsprobleme der Gesellschaft – Beratung für Umgang mit Verwaltungs- und Familien-Problemen Ziel ist Rahmenbedingung zu schaffen, medialen Raum in dem Migrantinnen und Migranten sowie Einheimische unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft und ihrer Religion eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft entwickeln können. Wir reichen allen Hand aus, für gesellschaftlichen Frieden und gemeinsames Miteinander auf Augenhöhe bereit sind, ihren Beitrag zu leisten. Machen Sie auch mit..! Wir freuen uns auf Sie / Euch..!“

Universität

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  • 2019: 45.628 Studierende
  • 11.200 internationale Studierende

  • Insgesamt: 291 Gebäuden
  • Hauptsächlich im Nordwesten Aachens angesiedelt
  • Blau: RWTH
  • Rot: FH

3 Campus- Großprojekte

  • Die drei Campus-Projekte sollen zum größten Forschungscampus Europas zusammenwachsen.
  • 10.000 neue Arbeitsplätze
  • Ansiedelung von vielen Firmen

  • Das die Wirtschaft eng mit der Rwth verbandelt ist, zeigt sich daran, dass keine andere Uni so viele Drittmittel von Unternehmen erhält wie die Rwth: 360,3 Mio
  • Außerdem: Viele Teile der RWth sind gesponsort. Hörsäle, Maschinen und Veranstaltungen.