Frühjahrsputz nach Kahlschlag im Boxpark

Wir haben Samstag am gemeinsamen teilgenommen. Der Boxpark ist ein kleiner, verwilderter Teil innerhalb des Luisenhöfe-Areals. Der Park ist beliebt bei Anwohner_innen, da er für ein gutes Mikroklima sorgt und vielen Tieren ein Zuhause bietet. Er ist in der sonst so durchgeplanten Stadtlandschaft eine Besonderheit, die nicht nur Lebensqualität für Nachbar_innen mit sich bringt, sondern auch ökologisch sehr wertvoll ist. Es stehen einige geschützte Bäume dort, eine kleine Ruine sowie viel verwilderte Fläche. Beziehungsweise es gab viel verwilderte Fläche. In den Tagen vor dem Frühjahrsputz hatten städtische Arbeiter_innen dort Kahlschlag betrieben, wo vorher nicht mal ein Weg langführte. Eine Magnolie wurde gefällt, einige andere Bäume beschnitten und viel an Gebüsch abgeschnitten. Dies geschah mitten in der Vogelbrutzeit! Auf Nachfrage wurde als Begründung die Verkehrssicherheit angegeben, da die Bäume den letzten Sturm nicht unbeschadet überstanden hatten! Fragt sich, welche Verkeh

rsteilnehmer_innen in diesem Gebiet gefährdet werden sollen? Wieso reichte es nicht das Gebiet zu Umzäunen oder anders zu kennzeichnen? Obwohl es um eine sensible Fläche geht, gab es lediglich lose Absprachen mit dem Umweltamt, wie ein Mitarbeiter auf Nachfrage angab. Dazu kommt, dass eine Anwohnerin erzählte, dass sie mehrfach die Stadt gebeten hatte, sich darum zu kümmern das die Bausubstanz der Trennmauer zwischen Boxpark und Garten nicht durch Pflanzen aus dem Park angegriffen wird. Darauf bekam Sie über Jahre nie Resonanz! Viele der Anwohner_innen waren entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung! Mehr aus Trotz entschieden wir uns dazu, trotzdem den Park von Müll zu befreien. Innerhalb einer halben Stunde kam ein ganzer Berg Müll zusammen, der dort teilweise so schon Jahre gelegen haben musste. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass wir den Eindruck hatten, dass die Stadt sich lange nicht angemessen um das Areal des Boxparks gekümmert hat.

Stellt sich die Frage, warum gerade jetzt ein solch einschneidender Eingriff vorgenommen wird?

Brisant bei der Thematik ist, dass der Boxpark noch in den Händen der Stadt ist, jedoch wird nach eigener Aussage überlegt den Park an den Investor zu verkaufen, der in den Luisenhöfen bauen möchte. Der Pa

rk liegt bei den jetzigen Vorschlägen zur Bebauung in direkter Nachbarschaft zu den Gebäuden. Wie er in seiner Form und seinem Wert erhalten werden soll, konnte bei der Veranstaltung zur Bürger_innenbeteiligung nicht geklärt werden. Antworten auf Fragen nach der Bedrohung der Bäume durch absinkendes Grundwasser in der Bauphase oder dem Schutz der Artenvielfalt wurden nicht gegeben. Es könnte also sein, dass die Stadt den Park, mit all seinen wertvollen Attributen zugunsten des Investors abgegeben will. Um später leichter argumentieren zu können, werden jetzt schon Maßnahmen ergriffen, die den Wert der Fläche schmälern.

Dies ist bisher nur Mutmaßung! Die Überlegungen drängen sich uns jedoch auf, da die Stadt spätestens bei der Beteiligungs-Veranstaltung am 14.03 gezeigt hat, wie nahe sie den Investoren steht, und wie oberflächlich das Interesse ist die Anwohner_innen zu beteiligen. Wenn der Park tatsächlich verkauft würde, in die Hände von Investoren, die sich nicht um Nachhaltigkeit kümmern (siehe Text zum 14.03), wäre das ein Skandal!

In Zeiten von intensiven Diskussionen um die Erhaltung von innerstädtischen Grünflächen, Klimawandel und Lebensqualität ist jede Grünfläche erhaltungswürdig bzw. darf nicht für Profitinteressen aufgegeben werden.

Wir werden weiterhin den Prozess der Beteiligung kritisch beobachten, und die Initiative „Luisenhöfe“ unterstützen! Unterschreibt die Petition& zeigt Euch solidarisch! Jedes Grundstück zählt!

Mehr Infos: luisenhoefe-aachen.de

Frühjahrsputz-Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/2352559608308398/

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