Wohnen in Aachen

Die Details

Alle wichtigen Zahlen und Fakten zum Wohnungsmarkt
  • Wohnungsmarktbericht der Stadt Aachen 2017: Link
  • Wohnungsmarktbericht der Stadt Aachen 2019 : Link
aus dem Bericht 2019:
  • Wohnungen insgesamt:  147.370
  • Nirgendwo sonst in NRW müssen Mieter so viel ihres Einkommens für Miete ausgeben, wie in Aachen  (31,6 Prozent).
      • Selbst Köln liegt mit 35,5 Prozent noch hinter der Kaiserstadt. Dies zieht auch den Durchschnitt der Städteregion hoch. Mit 29,8 Prozent ist die Mitbelastung dort höher als in den Kreisen Heinsberg (28,7 Prozent) und Düren (27,5 Prozent).
      • Quelle: Hier
  • Aachen zählt zu den fünf teuersten Kommunen in der Bundesrepublik – nur in vier Städten steigen die Mietkosten schneller.
  • 46 % aller Mieter:innen in Aachen bezahlen mehr als die empfohlenen 30 % ihres Einkommens für Miete
  • Mietpreissteigerung:
  • Es gibt immer weniger bezahlbaren Wohnraum!
  • 2018: nur noch 17 % aller Wohnungen sind für unter 7€ pro QM zu haben (2014: 36%). 26 % aller Wohnungen kosten mitlerweile 10€ pro QM (2014: 12%)
Weitere Zahlen:
  • nur 5 % der Wohnungen gehören der Stadt Aachen
  • der Anstieg der Bevölkerungszahl wirkt sich erwartungsgemäß auch auf einen Zuwachs der Haushalte aus. So stieg deren Anzahl auf 147.370 an. Den größten Anteil (57,5 %) stellen die 84.683 1-Personen-Haushalte
  • Die Anspannung des Aachener Wohnungsmarkts stellt insbesondere ein Problem für Familien im Transferleistungsbezug dar. Während die Wohnungsangebote für Ein-Personen-Haushalte noch zu 45 % den finanziellen Vorgaben entsprechen, sind für alle weiteren Haushalte nur noch weniger als 10 % der Angebote im Sinne der Vorgaben für angemessene Kosten der Unterkunft.
  • Bauland: Der Quadratmeter in einer mittleren Lage für Individualwohnungsbau verteuerte sich seit 2014 um 33,3 % auf jetzt 400 €, in guten Lagen wurden 2018 in Aachen gar 625 € je Quadratmeter abgerufen, eine Steigerung um 25 %.
  • Neubau: 40 % sind Wohnungen als Studierenden- oder Ein-Zimmer-Apartments. Grund: die Quadratmeterpreise sind die höchsten.
In Aachen sind die Mieten stark gestiegen. Besonders ärmere, alte oder alleinerziehende Menschen finden kaum noch bezahlbare Wohnungen. Dadurch werden diese Gruppen an den Rand der Stadt oder ins Umland verdrängt. Dieser Prozess wird Gentrifizierung genannt. In dieser Untersuchung wird gezeigt, wie stark Gentrifizierung in Aachen passiert:
  • Der Verdrängungsatlas: Link
  • Die höchsten Mietsteigerungen:Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image.png
  • Ein Betroffener von Verdrängung erzählt von seinen Erfahrungen in Aachen: HIER
  • Weitere Belege für diese Verdrängung:
  • Zitate aus dem Wohnungsmarktbericht 2019:
  • Die angespannte Situation auf dem Aachener Wohnungsmarkt wirkt sich deutlich auf die Wohnungsmärkte der Nachbarkommunen aus, die Nachfrage im Oberzentrum übersteigt das Angebot deutlich und führt auch zu hohen Wanderungsbewegungen aus Aachen in die Kommunen der StädteRegion.
  • Die bevorzugten Kommunen sind  vor allem Stolberg, Herzogenrath, Würselen und Eschweiler, die jeweils ein deutliches Plus beim Wanderungssaldo mit Aachen verzeichnen.
  • Neben dem Trend zur überregionalen Berufsaufnahme ist davon auszugehen, dass auch die niedrigeren Eigentums- und Mietpreise in den übrigen Kommunen der StädteRegion Aachen (s. Kap 3.4) Auswirkungen auf die Wohnortwahl von Menschen in der Familiengründungsphase haben. Darauf deuten ebenfalls die Wanderungsdefizite in der Altersgruppe von 0 – 6 Jahren hin (- 349 Personen), welche den Fortzug von Familien zeigen.
Besonders bei heute noch bezahlbaren Wohnungen steigen die Mieten stark. Quelle: Hier Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper, während sich die Schere zwischen Bedarf und Bestand immer mehr öffnet. Rund 4500 Wohnungen fehlen nach Angaben der Stadt aktuell, mittelfristig droht eine Lücke von rund 10.000.
  • Wohnungen nach Preisklassen:
Immer weniger Wohnungen unter 7 € /qm Gleichzeitig gibt es:
  • Wohnungssuchende Familien von gefördertem Wohnraum 3487
  • Tendenz 2035: 10.000
Sozial-geförderte Wohnungen:
  • 31.12.2018:  insgesamt 9.994 Wohneinheiten im öffentlich geförderten Wohnungsbau in Aachen.
  • 2008: 11.646 Wohnungen
  • 2016: 9.944 Wohnungen
  • Seitdem: bei 10.000 stabilisiert
  • Zwischen 2019 und 2028 werden insgesamt 4.822 öffentlich geförderte Wohnungen aus der Bindungsfrist fallen. Siehe hier:
 
  • Unser Kommentar zur Strategie der Stadt Aachen gegen die Wohnungsnot: HIER
  • unser Zeitungsartikel: Wohnungsnot während Corona - Was hat sich getan?  Link: HIER
  • Kommentar: 1.Juli.2020 Ein schlechter Tag für Mieter:innen  Link: HIER

Wer verdient an den steigenden Mieten? Welche Unternehmen bauen am meisten Häuser in Aachen? Wer beeinflusst die Stadtentwicklung am stärksten? Wir haben eine Liste erstellt, mit allen Immobilienunternehmen, die wir gefunden haben. Kein Anspruch auf vollständigkeit! Bitte ergänzt, wenn euch noch ein Unternehmen einfällt. Liste mit allen Immobilienunternehmen Aachens: Link
Eine Anfrage hat ergeben, dass es
  • 2018 105
  • 2019 117
Zwangsräumungen in Aachen gab! Jede Räumung eine zu viel! Da der Kündigungsschutz nicht verlängert wurde, wird befürchtet, dass die Zahlen wegen Corona steigen.
Aus dem Wohnungsmarktbericht 2019:
  • In Aachen ist nur noch ein geringes Angebot an Einfamilienhäusern verfügbar. Deswegen liegen die Preise auch in Würselen und Roetgen mittlerweile über der 300.000 €-Marke. Etwas mehr als 270.000 € müssen in den Kommunen Stolberg und Baesweiler für ein Einfami-lienhaus gezahlt werden, in Eschweiler, Simmerath und Herzogenrath liegt der Medianpreis bei rund 250.000 €. Die Teuerung in den Nachbarkommunen deutet auf die Bildung eines „Speckgürtels“ um Aachen hin, der Preisdruck dringt weiter nach außen in das Umland.
 
  •  Mit einem Durchschnittsangebotsmietpreis von 8,60 € je Quadratmeter Wohn-fläche ist die Stadt Aachen als Oberzentrum mit Abstand die teuerste Kommune der StädteRegion Aachen auf dem Mietwohnungsmarkt. Der günstigste Qua-dratmeterpreis ist in der peripher gelegenen Gemeinde Monschau mit einem Quadratmeterpreis von 5,86 € zu finden. Prozentual bewegen sich die Steige-rungen des Angebotsmietpreises in Aachen mit 16,7 % über die letzten fünf Jahre durchaus im städteregionalen Rahmen. So weist die Mietpreisentwicklung in den Eifelgemeinden Monschau und Roetgen ein etwas stärkeres Wachstum auf. Alsdorf, Eschweiler, Würselen und Stolberg liegen bei der Steigerung auf dem Niveau der Stadt Aachen. Herzogenrath, Baesweiler und Simmerath verteuern sich im Mietsegment etwas moderater im Bereich um 11 %. Zusam-mengefasst ist in allen Kommunen der StädteRegion Aachen ein deutlicher Preisanstieg auf dem Mietwohnungsmarkt festzustellen. 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.